Mit wachem Blick und unendlichem Mut …

Da waren wir also, auf unserer Rundreise durch Nordfrankreich.

Die Normandie, Bretagne, wunderschöne Orte, tolles Essen. Wir telefonierten viel mit Zuhause und wurden auf dem neuesten Stand gehalten.

Die erste Woche war es soweit unverändert.

Dann kam das zweite Wochenende.
Mein Vater war inzwischen zu schwach, um sich groß zu bewegen, er hatte Schmerzen beim Schlafen, wenn ihn jemand umarmte, er mit meiner Mutter kuscheln wollte, sie einfach nur im Arm halten.

Freitags kam sein Pflegebett und in der letzten Nacht im Ehebett weinten beide, denn sie wussten, er würde nicht dorthin zurückkehren …

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Wenn nichts mehr bleibt …

Meinem Vater fiel es schwer, in Rente zu gehen …
Er liebte seinen Beruf, den Kontakt mit den Kollegen, die Zahlen, die Herausforderungen, die Anerkennung.
Jeder kannte ihn, jeder achtete ihn, ob Kollege oder Vorgesetzter.
Auch wenn seine Gutmütigkeit manchmal ausgenutzt wurde, wussten doch alle, was sie an ihm hatten.

Sein Abschied war bewegend, das Video, was die Kollegen erstellten, so schön gemacht.

Als er in Rente ging, fehlte seinem Leben irgendwie der Sinn, der Zweck …
Er hat einige Zeit gebraucht, bis er sich arrangiert hatte.

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Besiegt uns letztendlich der Krebs oder verlässt uns die Kraft zum Kämpfen?

Die Stürze …

Sie veränderten irgendwie alles.
Waren wir alle bis dahin noch optimistisch gewesen, dass wir den Zustand vielleicht länger so halten können, versetzten sie uns einen Stoß, der uns taumeln ließ …

Sie kamen plötzlich und tückisch aus dem Hinterhalt.

Synkopen, wie sie im Fachjargon heißen, können verschiedene Ursachen haben.
Manchmal ist es die Blutversorgung, ein plötzlicher Schock für das zentrale Nervensystem …

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Wenn die Welt sich ändert und doch die gleiche bleibt …

Jetzt wisst ihr, wie sich im letzten Herbst unser Leben so sehr veränderte, die Uhr plötzlich so laut tickte, das Ende so viel deutlicher aus den Schatten hervortrat als bisher …

Und doch änderte sich wiederum so vieles nicht …

Meinem Vater ging es zuerst wie bisher, wir waren alle noch zusammen, liebten uns, lebten unser Leben.
Die Zeit zusammen intensivierte sich, wir wurden noch stärker als zuvor Teil des Lebens der anderen Familienmitglieder …
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Wenn die Welt sich plötzlich anders dreht …

Erst einmal müsst ihr mir verzeihen, dass ich solange nicht geschrieben habe.
Die Zeit läuft einfach nicht so wie gedacht und bleibt auch nicht stehen für den Blog.

Aber jetzt bin ich hier, um zu erzählen, wie sich alles änderte …

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Wie gut kann man einen Menschen kennen?

Als ich heute bei schönerem Wetter, als die letzten Tage, etwas im Garten gewerkelt und die Gedanken habe schweifen lassen, wanderte ich an einen Punkt, über den ich schon oft sinniert hatte.

Wenn ein Mensch in mein Leben tritt und ich ihn Jahre kenne, wie gut kenne ich ihn dann wirklich?
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Wenn man sein Leben gestalten darf, gilt das dann auch für den Tod?

Und wieder bin ich nicht an dem Punkt, an dem ich euch mehr über meinen Vater erzählen kann, sondern greife ein neues Thema auf, was momentan in meiner Familie diskutiert wird.

Die Frage, bis zu welchem Punkt ein Leben noch lebenswert ist …

So viele Menschen es auf dieser Welt gibt, so viele verschiedene Antworten wird es darauf geben.
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